Trennkost

Die Trennkost ist eine der bekanntesten Ernährungsformen überhaupt – und sie beruht auf den persönlichen Erfahrungen eines Arztes.

In den 20er Jahren entwickelte der amerikanische Arzt Dr. Hay ein Ernährungsprinzip. Er war überzeugt, dass Gewichtszunahme und Verdauungsprobleme auf zwei wesentliche Ursachen zurückgehen: zum einen auf eine „Übersäuerung“ des Körpers und zum anderen auf den Verzehr von Lebensmitteln, die gemeinsam angeblich schwer zu verdauen sind. Er entwickelte daher eine Kost, die beides vermeiden soll.

Aufteilung in saure, basische und neutrale Lebensmittel

Bei der Trennkost ist besonders auffällig, dass es eigentlich nichts gibt, was man nicht essen darf. Es kommt lediglich auf die Kombination der Lebensmittel an. Man soll zum Beispiel generell vermeiden, Kohlenhydrate und Eiweiß zusammen zu essen.

Das Grundprinzip ist, dass alle Lebensmittel in so genannte „saure Lebensmittel“, wie Fleisch, Fisch und Kartoffeln, und „basische Lebensmittel“, wie Obst, Gemüse und Salate, eingeteilt werden. Nach Hays Theorie behindern sich die beiden Lebensmitteltypen bei der Verdauung gegenseitig. Darüber hinaus gibt es noch die so genannten „neutralen Lebensmittel“, zu denen zum Beispiel Milch und Milchprodukte gehören.

Wirksamkeit der Trennkost fraglich

Die Trennkost sieht vor, dass man den Anteil der sauren Lebensmittel bei ca. 20% hält, während die basischen Lebensmittel einen Anteil von 80% erhalten sollen. Dadurch soll eine Übersäuerung des Körpers vermieden werden.

Fakt ist jedoch, dass die Annahmen der Trennkost bisher wissenschaftlich nicht belegt sind (unter anderem in einem Diätvergleich der Stiftung Warentest). Auch die behaupteten gesundheitlichen Effekte sind nicht nachgewiesen. Wer mit Trennkost abnimmt, tut das vor allem, weil er insgesamt bewusster und weniger isst. Darüber hinaus kann es durch die strenge Gewichtung der Lebensmitteltypen zu einer Unterversorgung kommen, da zum Beispiel Lebensmittel, die Eisen oder Vitamin B enthalten, generell zu den „sauren Lebensmitteln“ gehören.

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Hinweis: Die Informationen auf diesen Seiten dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben oder eine Diät planen, sprechen Sie bitte vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.