Schroth-Kur
Die Schroth-Kur ist eine der ältesten Diäten der Welt.
Sie wurde vor ca. 200 Jahren vom Bauern Johann Schroth entwickelt. Die eigentliche Absicht war nicht etwa, Pfunde zu verlieren: Schroth wollte nach einer Verletzung wieder zu Kräften kommen. Noch heute ist die Schroth-Kur eigentlich weniger eine Diät, sondern wird von ihren Anhängern eher als „Entschlackungskur“ verstanden. Trotzdem gehört sie in vielen Kureinrichtungen heute zum normalen Angebot. Und auch in der Literatur findet man viele Bücher, die eine Anleitung zur Schroth-Kur beinhalten.
Feuchte Wickel und Trinktage
Bei der Schroth-Kur werden feuchte Wickel angelegt, die nach Ansicht der Anhänger den Stoffwechsel ankurbeln sollen.
Typisch ist außerdem ein Wechsel zwischen Tagen, in denen wenig getrunken wird und Tagen, an denen sehr viel Tee oder Wasser getrunken werden muss. Diese Trinktage sind ein fester Bestandteil jeder Schroth-Kur.
Jojo-Effekt wahrscheinlich
Während der Diät werden täglich lediglich 1000 Kalorien zu sich genommen. Da keine Ernährungsumstellung erfolgt, ist das Eintreten des Jojo-Effekts nach Beendigung der Schroth-Kur sehr wahrscheinlich. Dazu kommt, dass die Flüssigkeitszufuhr mit ¼ - bis ½-Liter pro Tag an den so genannten „Trockentagen“ eindeutig zu gering ist. Das kann den Kreislauf stark belasten.
Aufgrund der Anwendungen der Dampfwickel und Dampfkuren sollte eine Schroth-Kur nicht zu Hause, sondern unter ärztlicher Aufsicht, zum Beispiel in einer Wellness- oder Kureinrichtung, durchgeführt werden. Zusätzlich ist zu sagen, dass wissenschaftliche Tests weder die entschlackende noch die gewichtsreduzierende Wirkung der Schroth-Kur bestätigen konnten.
Hinweis: Die Informationen auf diesen Seiten dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben oder eine Diät planen, sprechen Sie bitte vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.